Markus Maria Profitlich


Schauspieler • Sprecher • Synchronsprecher
Markus Maria Profitlich Poster
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Leben & Werk

Der Erklärbär aus der „Wochenshow“ ist mit seinem Bühnenprogamm längst eine echte Comedy-Institution in Deutschland. Dreimal hat Markus Maria Profitlich den Deutschen Comedypreis gewonnen. Und auch auf der großen Leinwand ist er mit feinen Gastrollen und als Synchronsprecher zu Hause.

Der Komiker Markus Maria Profitlich hat einen langen Weg hinter sich, der sicherlich nicht immer einfach war. Vielleicht ist sich der gebürtige Bonner deshalb so sicher, dass Humor immer noch die beste Medizin ist. Egal ob im Fernsehen auf der Bühne oder im Kino — Profitlich kennt den Alltag, seine Unvernunft und die Abgründe, die nur ein guter Witz überbrücken kann.

Vom Schreiner zum Komiker

Inzwischen schon fast legendär ist die lange Karriere von Markus Maria Profitlich, der am 25. März 1960 am Mittelrhein geboren wurde. Abitur, Schauspielschule — Fehlanzeige. Im Gegensatz zum Großteil der deutschen Schauspieler hat Profitlich die Schule früh verlassen — im Alter von 14 Jahren — und jobbte seither als Bauarbeiter, Bofrost-Fahrer, Verkäufer oder an der Müllpresse, bevor er mit Ende zwanzig eine Tischlerlehre begann.

Profitlich, der lange auch Mitglied der SPD war, hatte in diesen Jahren Zeit, den bundesdeutschen Alltag und die Marotten seiner Mitbürger zu studieren. Egal ob Schlankheitswahn, Arbeitsmanie oder Politikerirrsinn — Profitlich zielt mit seinen Gags darauf, uns wieder zu erden, wo andere einen doppelten Boden einziehen. Das Mängelwesen „Normalbürger“ wird sich seiner eigenen Verrücktheit bewusst.

Doch es hat gedauert, bis Profitlich aus seiner Fähigkeit, andere zu unterhalten, Kapital schlagen konnte. Erst nach dem Abschluss der Lehre konzentrierte sich der angehende Komiker voll und ganz auf seine Bühnenauftritte. Profitlich spielte auf Kleinkunstbühnen, gründete die erfolgreiche Travestie-Gruppe „Magic Marabus“ und wurde von Jacky Dreksler („RTL Samstag Nacht“) schließlich für das Fernsehen entdeckt.

„Die Wochenshow“ und „Mensch Markus“

Seine ersten TV-Auftritte hatte Markus Maria Profitlich in der RTL-Sketch-Serie „Happiness“ (1996–1997), die vor allem das tägliche TV-Programm inklusive der Werbung parodierte. Inhaltlich keine schlechte Vorbereitung für „Die Wochenshow“ (1999–2001) mit der Profitlich schließlich vollends im deutschen TV ankam. An der Seite von Anke EngelkeBastian Pastewka und Ingolf Lück parodierte Profitlich den Fernsehwahnsinn und die Pop(un)kultur der späten 90er-Jahre.

„Die Wochenshow“ — und natürlich besonders seine Rolle als Erklärbär — katapultierten Profitlich in den Mainstream. Im Anschluss produzierte er seine eigene Sketch-Show „Mensch Markus“, die erfolgreich von 2002 bis 2007 lief, während er gleichzeitig tourte und Comedyformate wie „Weibsbilder“ oder „Deutschland ist schön“ produzierte.

Markus Maria Profitlich im Kino

Spätestens durch „Die Wochenshow“ konnte sich Markus Maria Profitlich auch auf der großen Leinwand etablieren. Der Komiker spielte in Till Schweigers Drama „Barfuss“ (2005) einen Autoverkäufer und war im selben Jahr in der deftigen Tom Gerhardt-Komödie „Siegfried“ als Metzger zu sehen. Im Jahr 2010 spielte er außerdem den Hausmeister in dem Coming-of-Age-Film „Rock it!“, bevor es in dem Drama „Auf das Leben!“ über eine Holocaust-Überlebende noch einmal ernster wurde.

Seine bisher größten Kinoerfolge konnte Markus Maria Profitlich als Synchronsprecher feiern. Noch vor seinem Leinwanddebüt „Barfuss“ war Profitlich im Jahr 2004 in dem Pixar-Hit „Die Unglaublichen“ in der Rolle des Familienvaters und Teilzeitsuperhelden Bob Parr/Mr. Incredible zu hören. Die geniale Animations-Komödie und Persiflage auf klassische „James Bond“-Filme gehört mit einem Einspielergebnis von 631 Millionen Dollar zu den erfolgreichsten Animationsfilmen aller Zeiten.

Seitdem konnte der Komiker auch in dem melancholischen Pixar-Geniestreich „WALL·E – Der Letzte räumt die Erde auf“ (2008) eine Synchronrolle landen — als Kapitän des Raumschiffes Axiom. Darüber hinaus war Profitlich in dem Animationsfilm „Himmel und Huhn“ (2005) zu hören. Im Jahr 2018 übernimmt er außerdem wieder die Rolle des Mr. Incredible in der langerwarteten Fortsetzung „Die Unglaublichen 2“. Wir hoffen, dass wir auf einen dritten Teil der schrägen Superhelden-Parodie nicht noch einmal 14 Jahre warten müssen!

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